Amberger  Konzerte


What’s your impression? Schulklassen gesucht!

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Amberg - Für ein Educa-tionProjekt mit dem Pier-rot Quartett und dem Mu-siktheater- und Konzertpädago-gen Philipp Roosz sucht das Kultur-amt der Stadt Amberg drei Schul-klassen der Mittelstufe, die Lust darauf haben, die kommunikativen, musika-lischen und instrumentalen Möglichkeiten eines Streichquar-tetts zu erforschen. Im Zentrum steht das Motto „What’s your im-pression?“, also die Frage danach, wie man durch Musik Emotionen und Erlebnisse ausdrücken kann.

Jetzt anmelden! Das Kulturamt lädt zu einem Education-Projekt unter dem Motto „What’s your impression?“ ein.
Bilder: Kulturamt Amberg

Bilder: Kulturamt Amberg

Inspiriert von den musikalischen Graphiken des Amberger Kom-ponisten H. E. Erwin Walther erforschen Schülerinnen und Schüler aus drei Schulklassen der Mittelstufe die kommunikati-ven, musikalischen und instrumentalen Möglichkeiten eines Streichquartetts. Ausgehend von den farbintensiven Klängen des impressionistischen Komponisten Maurice Ravel entstehen in einem vorbereitenden Workshop kleine grafische Improvi-sations-partituren, die die Musikerinnen des Quartetts bei einer Begeg-nung im Theater für die jeweilige Klasse in Klang übersetzen werden.
Das gemeinsam geschaffene Werk erklingt auf diese Weise gleichberechtigt zwischen denen von Walther und Ravel und lässt viel Raum für den vielschichtigen Dialog aller Beteiligten, der die Ohren und Herzen für Ravels und Walthers Musik und Lebenswelt, kammermusikalisches Musizieren, genaues Hinhö-ren und feinsinnige Kommunikation öffnet. Begleitet wird das Projekt von Konzertpädagoge Philipp Roosz.

Die Workshops finden nach Absprache am 10. und 11. Mai 2022 für jeweils 90 Minuten in der Schule der teilnehmenden Projektklassen statt. Die da-zugehörigen Education-Konzerte sind dann am 16. Mai 2022 um 8.30 Uhr, 10.15 Uhr, bzw. 12.00 Uhr geplant. Das Education-Projekt eignet sich besonders für den Musik- und Kunstunterricht der Mittelstufe, also der Klassen 7 bis 9. Die Teilnah-me kostet 5,- € pro Schüler, welche Workshop und Konzert-eintritt beinhalten. Fragen zum Projekt beant-wortet das Team des Kulturamts gerne unter 09621-101866 oder per Mail an kulturamt@amberg.de

Die Musikerinnen des Pierrot Quartetts Johanne Maria Klein (Violine), Luisa Höfs (Violine), Paula Heidecker (Viola) und Hanna Kölbel (Violoncello) sind seit zehn Jahren als Streichquartett vereint. Zu Beginn ihres Studiums haben sie sich formiert und seither an ihrer Leidenschaft für das Quar-tett festgehalten. Für das Pierrot Quartett ist
der Namensgeber die ambivalenteste Figur im Theater – der stumme Clown, Sinnbild einer schier unendlichen Bandbreite von Emotionen. Eigentlich keck, frech und fröhlich, schlummert auch Trauer in jedem aufgemalten Gesicht. Und so will auch das Pierrot Quartett Menschen ganz 

ohne Worte, durch die Musik, emotioal errei-chen.  Preise und Wettbewerbserfolge bestäti-gen ihren Mut zum Risiko, ihre Disziplin und ih-ren klanglichen Charakter. So gewannen sie 2012 den 1. Preis des Carl-Wendling Kammermusik-wettbewerbs, 2017 den 2. Preis beim Internatio-nal Orlando Chamber Music Competition in den Niederlanden und waren Semifinalisten beim Internationalen Mozartwettbewerb für Streich-quartett 2014 in Salzburg und dem Gianni Berg-amo Classic Music Award in Lugano 2015.

Von 2010-2018 studierte Philipp Roosz Lehramt Musik und Deutsch sowie Bachelor Gesang an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellen-de Kunst Stuttgart. Als Sänger, Sprecher und Regisseur arbeitete er während seines Studiums mit zahlreichen Chören im süddeutschen Raum zusammen, unter anderem mit dem Landesju-gendchor Rheinland-Pfalz. Seine musikpädago-gische Tätigkeit führte ihn an Institutionen wie die Internationale Bachakademie Stuttgart, La-byrinth Stuttgart, creArte e.V., die Junge Oper Stuttgart und den Knabenchor collegium iuvenum Stuttgart. Seit der Spielzeit 2018/19 ist er Musiktheater- und Konzertpädagoge am Staatstheater Nürnberg.


Preisgekrönte Musiker gastieren im Amberger Stadttheater

Das Eliot Quartett zählt zu den Preisträgern der 65. Bundesauswahl Junger Künstler und spielt am 21. Mai im Stadttheater Werke von Mozart, Janacek und Beethoven. Bild: Thomas Stimmel

Das 2014 gegründete Eliot Quartett zählt zu den vielversprechendsten Streichquartetten der neu-en Generation. Das international besetzte En-semble – die Mitglieder stammen aus Russland, Kanada und Deutschland – ist Preisträger zahlrei-cher Wettbewerbe. Mit einem abwechslungsrei-chen Konzertprogramm gastieren die vier jungen Musikerinnen und Musiker nun im Amberger Stadttheater. Der Vorverkauf für ihr Kammerkon-zert am Samstag, den 21. Mai 2022 um 19.30 Uhr hat bereits begonnen.
Der Konzertabend mit dem Eliot Quartett wird mit dem Streichquartett Nr. 1, der „Kreutzerso-nate“, von Leos Janacek eröffnet. 1923 entwarf der tschechische Komponist dieses Streichquar-tett, nachdem er die gleichnamige Erzählung von Lew Tolstoi gelesen hatte. In dieser wiederum nimmt Beethovens berühmte „Kreutzersonate“ eine Schlüsselrolle ein.
Im Programm folgt das letzte Streichquartett Wolfgang Amadeus Mozarts, welches als „drittes preußisches Quartett“ in die Annalen der Musik-geschichte einging. Als Mozart 1789 von einer zweimonatigen Reise nach Wien zurückkehrt, be-

ginnt er eine Serie von sechs Streichquartetten  zu komponieren. Er beabsichtigt damit, seinem Herrscher Friedrich Wilhelm II., einem leiden-schaftlichen Cellisten, zu imponieren.

Das Eliot Quartett ist nach dem US-amerikani-schen Schriftsteller T. S. Eliot benannt, der sich in seinen Texten von den späten Streichquartet-ten Ludwig van Beethovens inspirieren ließ. Eines dieser Werke ist das Streichquartett cis-Moll op. 131, welches unmittelbar nach seiner Veröffentli-chung heftigste Kontroversen auslöste. Ein Pari-ser Kritiker nannte es „le dernier effort d‘une imagination en délire“, die neueste Leistung einer Einbildungskraft im Delirium! Mit diesem außergewöhnlichen Werk rundet das Eliot Quar-tett seinen Konzertstopp im Amberger Stadt-theater ab.
Tickets gibt es ab sofort in der Tourist Informa-tion der Stadt Amberg zu kaufen. Auch die Abend-kasse hat am Veranstaltungstag ab 18.30 Uhr ge-öffnet. Die Zugangsbeschränkungen zum Stadt-theater sind aufgehoben, jedoch empfehlen wir unserem Publikum, weiterhin eine Maske zu tragen.