Erfurter Energiespeichertage:
„Energie ist ein Lebensmittel“

Die 2. Erfurter Energiespeichertage am 14. und 15. Juni 2022 zeigten einmal mehr, dass ohne geeignete Speichertechnologien die Energiewende nicht funktionieren kann. Die 3. Erfurter Energiespeichertage fin-den am 20. und 21. Juni 2023 statt.

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Erfurt (ots/wro) - Die Erfurter Energiespeichertage beleuchteten am 14. und 15. Juni 2022 die nötigen Speichertechnologien für die Energiewende. 100 Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik widmeten sich in vier Foren den nötigen Technologien für die Mobilität, den zukünftigen Wasserstoffmarkt sowie die Versorgung von Immobilien mit Wärme und Strom.

„Die Energiewende ist nach dem Ukrainekrieg das drängendste Thema. Deswegen sind wir mit unseren Energiespeichertagen am Puls der Zeit“, erklärte zur Eröffnung Michael Kynast, Geschäftsführer der Messe Erfurt GmbH.

Am ersten Kongresstag erklärte Carsten Schneider, Thüringer SPD-MdB, Staatssekretär im Bundeskanzler-amt und Ostbeauftragter der Bundesregierung, die derzeitige Energiepolitik der Bundesregierung. „Wir müssen uns unabhängig machen von Russland bei den Energieimporten“, so Schneider. Speichertechnologien könnte dabei helfen. Ostdeutschland sieht er dabei als Vorreiter. Hier würden sich große Unternehmen ansie-deln, die grüne Energien bräuchten. Und die seien mit großen Windparks und PV-Anlagen tatsächlich pro-duktionsnah vorhanden. „Da, wo die Stromerzeugung ist, sollte auch die Stromabnahme sein“, erklärte der Staatssekretär. Zudem müssten die sechs ostdeutschen Bundesländer zum Zentrum für Wasserstofftechnolo-gien werden. Deswegen habe er, speziell dafür, eine ostdeutsche Koordinierungsstelle gegründet.

Die 2. Erfurter Energiespeichertage widmeten sich
der Mobilität, der neuen Wasserstoffwirtschaft sowie Wärme und Strom für Immobilien. Foto: Messe Erfurt, hier Carsten Schneider mit Michael Kynast,
Foto: Messe Erfurt

Matthias Zelinger, Leiter Klima & Energie beim VDMA e.V.(Verband der Deutschen Maschinen- und Anlagen-bauer), ging in seiner Keynote auf die Chancen ein, die Speichertechnologien böten. Um die Technologie in der Breite einzuführen, forderte er eine eigene Förderung.

Am zweiten Tag eröffneten Anja Siegesmund, Thürin-ger Ministerin für Umwelt, Energie und Naturschutz, sowie Susanna Karawanskij, Thüringer Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft und damit auch für das Bauwesen zuständig, den Kongress.