Krieg in der Ukraine verschärft Notlagen weltweit

Eigene Sammelaktionen starten und mit Geldspenden die Not der Menschen lindern

Der Krieg in der Ukraine könnte eine Hungersnot
in vielen Teilen der Welt nach sich ziehen. Hilfsorganisationen sind hier gezielt tätig.
Foto: djd/Aktion Deutschland Hilft/T. Rappe

Amberg (djd|wro) - Der Krieg in der Ukraine betrifft nicht nur die Menschen vor Ort - sondern hat gleichzeitig dramatische Folgen weltweit. Neben den Millionen Kriegsflüchtlingen, die großes Leid erfahren, hat das Geschehen auch auf weitere globale Brennpunkte drastische Auswirkungen und verschärft humanitäre Notlagen. Ein Grund dafür: Die Ukraine und Russland gehören zu den wich-tigsten Exporteuren für Weizen, Gerste, Sonnenblumen und Mais. Länder wie Somalia, Libanon und Jemen wiederum sind stark von Weizenimporten aus Russland und der Ukraine abhängig. Dass diese Lieferungen jetzt infolge des Krieges ausbleiben, bedroht die Existenz von Millionen Frauen, Männern und Kindern.

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Die explodierenden Weltmarktpreise für Weizen verschärfen die Lage in vielen Teilen der Welt. Foto: djd/Aktion Deutschland Hilft/Fulvio Zanettini

Hilfsorganisationen garantieren eine schnelle
und gleichzeitig nachhaltige Hilfe vor Ort.
Foto: djd/Aktion Deutschland Hilft

Drastische Folgen durch Explosion der Nahrungsmittelpreise

Die explodierenden Weltmarktpreise für Weizen verschärfen die Lage zusätzlich, denn dadurch wird das Grundnahrungsmittel für Millionen Menschen in den ärmsten Ländern der Welt unbezahlbar. Zudem können im Rahmen humanitärer Hilfe wegen der Rekordpreise für das gleiche Geld weniger Nahrungs-mittel gekauft werden. Diese Zusammenhänge treffen vor allem Länder, in denen Hilfsmaßnahmen oh-nehin bereits chronisch unterfinanziert sind. Angesichts dieser Herausforderungen sind Hilfsorganisa-tionen etwa aus dem Bündnis "Aktion Deutschland Hilft" nicht nur in der Ukraine, sondern auch wei-terhin in Afrika und Ländern wie Jemen, Afghanistan und Syrien tätig. "Die Ukraine-Hilfe ist ein Gebot der Menschlichkeit. Doch ebenso ist es eine Frage der Gerechtigkeit, die Ärmsten und Schwächsten in anderen Teilen der Welt nicht zu vergessen, deren Leben von Hunger bedroht ist", betont Manuela Roßbach, Vorständin von "Aktion Deutschland Hilft".