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Vor dem Gipfel auf Schloss Elmau:

Global Citizen fordert die G7 auf,
extreme Armut auf der Welt zu beenden

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Global Citizen sendet Botschaft an Olaf Scholz. Bild: Global Citizen/Fotograf: Tilman Vogler

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Berlin (ots|wro) - Mit einer besonderen Aktion im Herzen Berlins überbringt die Kampagnenorganisa-tion Botschaften von Aktivist*innen weltweit und sendet vor dem anstehenden G7-Gipfel ein klares Signal an Bundeskanzler Olaf Scholz. Auch viele Weltstars fordern zusammen mit Global Citizen in einem offenen Brief die leeren Versprechungen
der letzten Jahre endlich durch konkrete Taten
zu ersetzen.

Am Abend des 20. Juni machte Global Citizen mit einer Aktion auf seine Forderungen für den G7-Gipfel aufmerksam. Startpunkt war der Berliner Alexander-platz, auf dem bei Einbruch der Dunkelheit Stimmen von Aktivist*innen aus dem globalen Süden in einer Videoprojektion präsentiert wurden. In eindringlichen Worten wiesen die Frauen unter anderem aus Indone-sien, Indien, Südafrika, Kolumbien, Somalia und Nige-ria auf die extreme Situation in ihren Ländern hin und forderten konkrete Taten von den Staats- und Regie-rungschefs der G7-Länder, um die globale Armuts-, Hunger- und Klimakrise zu beenden.

Um sieben Minuten nach Mitternacht gipfelte die Aktion in einer überdimensionalen Projektion auf das Kanzleramt, bei der dem Bundeskanzler eine klare Botschaft auf den Weg gegeben wurde, die als Auftrag für den am Sonntag beginnenden Gipfel verstanden werden kann: "End Extreme Poverty NOW - Extreme Armut beenden. JETZT."

Friederike Meister, Deutschlanddirektorin von Global Citizen: "Deutschland und die anderen G7-Staaten müssen angesichts der dramatischen Krisen
in der Welt endlich den politischen Willen aufbringen, unsere Welt gerechter und nachhaltiger machen. Dazu gehören konkrete Maßnahmen zur Unterstützung der Menschen, die weltweit am stärksten unter den aktu-ellen Krisen leiden. Versprochen wurde genug. Gere-det wurde genug. Jetzt ist Handeln angesagt."

Die Projektionen sind Teil der Kampagne "Extreme Armut beenden - JETZT und ÜBERALL" mit der Global Citizen vor dem G7-Gipfel auf die aktuellen multiplen Krisen aufmerksam macht. Gemeinsam mit interna-tionalen Stars sowie Aktivist*innen und Global Citizens aus der ganzen Welt fordern sie Zusagen, um die Kli-makrise aufzuhalten, extreme Armut zu beenden und Gerechtigkeit für alle zu schaffen.

Was sind die konkreten Forderungen von Global Citizen für den G7-Gipfel?

  • Mobilisierung von Geldern, um extreme Armut zu beenden: Die G7 müssen ihr Jahrzehnte altes Ver-sprechen einlösen und jährlich mindestens 0,7 Pro-zent ihrer Wirtschaftskraft für öffentliche Entwick-lungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe bereitstellen.
  • Hungerkrise bekämpfen - weltweite Ernährungssi-cherheit herstellen: Dazu werden neue Gelder in Milliardenhöhe benötigt. Diese Mittel sollten zur akuten Krisenbekämpfung eingesetzt werden und den Weg für langfristige Investitionen und Maß-nahmen gegen Hunger ebnen.
  • Weltweite Klimaschutzmaßnahmen: Dazu gehört in erster Linie, die vollständige Bereitstellung der versprochenen 100 Milliarden US-Dollar jährlich für die internationale Klimafinanzierung sowie Unter-stützung bei der Bewältigung der bereits erlittenen Schäden und Verluste für ärmere Länder. Deutsch-land gibt aktuell beispielsweise nur die Hälfte des eigentlich gerechten Anteils von 8 Milliarden US-Dollar - ein unhaltbarer Zustand für eine Regie-rung, die einen klimapolitischen Aufbruch angekün-digt hat. Die G7-Staaten müssen bis 2030 aus der Kohleenergie aussteigen und die Subventionierung der allermeisten fossilen Brennstoffe bis 2025 beenden.
  • Stärkung von Mädchen und jungen Frauen: Um die wirtschaftliche Entwicklung in allen Teilen der Welt anzutreiben, braucht es internationale Investitio-nen in Pflege- und Betreuungsangebote.

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Bild: Global Citizen/Fotograf: Tilman Vogler